Der Siebte

Einmal in die Fußstapfen von großen Regisseur:innen treten, das wünscht sich doch jede Person irgendwann mal, welche audiovisuelle Erzeugnisse herstellt. Und auch, wenn das erste Mal nicht direkt der große Blockbuster wird, sondern einfach ein einziges Ausprobieren darstellt, kann hier besonders viel gelernt werden. Ersteres haben wir, drei Drittsemesterstudenten namens Maurice, Bennet, Izy und ihre Komplizen – im Kurs „Creative Filmmaking“ bei Tobias Gallé versucht zu erreichen. Unser Konzept war schnell klar: es sollte dunkel, düster, kalt und rau sein. Die Inspiration kam von David Fincher, welcher mit „Sieben“ und „Fight Club“ zwei filmische Meisterwerke geschaffen hat. Auch die Welt des Film noir beeindruckte uns, in der mehr Zigarettenschachteln und Whiskeygläser geleert werden als Mäntel gewechselt — denn Kommissar:innen tragen dort immer denselben und gehen sogar mit ihm ins Bett. Diese beiden Welten zu vermischen reizte uns sehr. Das Setting eines Film noir und düsteren Krimis, verpackt in einer nicht ganz so konventionellen Erzählweise, ganz typisch 90er-Jahre. Den Dreh haben wir an zwei windigen und kühlen Dezembertagen umgesetzt, das Wetter hätte auch Stanley Kubrick am Set in Person sein können. Dazu kamen noch „die üblichen Verdächtigen“ beim Dreh, denn wie schon der verehrte Tobias Gallé erwähnte: „Irgendwas geht immer schief.“ Am Ende war jedoch alles im Kasten, wie es gewünscht war. Bennet, der Schnittmeister, verbarrikadierte sich nach dem Dreh im Schnittraum wie „Edward mit den Scherenhänden“ und kam nach Tagen ohne Schlaf mit dem fertigen Endprodukt wieder heraus. Dazu bekam jeder von uns dreien noch eine kleine, aber feine Mandelentzündung, was den Postproduction-Prozess ein wenig verzögerte. Am Ende lief es aber doch wie geschmiert, alles war zum richtigen Zeitpunkt getan und jeder war zufrieden und stolz. Zusammengefasst war dieses Projekt eine Erfahrung, die keiner von uns missen möchte: Sie hat uns sehr viel gegeben. Seitdem haben wir großen Respekt vor jedem Filmset, denn schon so eine kleine Produktion ist mit einigem an Aufwand verbunden, den man so im fertigen Film nicht erahnen kann. Lange Rede, kurzer Sinn — für uns ein erfolgreicher Kurz-Blockbuster, ganz ohne Budget und Einspielergebnis. Aber das kommt noch. Überzeugt euch sehr gern selbst von „Der Sieb7e“. Viel Spaß und danke fürs Zuschauen!

CAST

Kommissar: Burak Ertan

Spurensicherung: Jan Werner, Jan Peifer, Chiara Körber

Kommissarin: Lea Mazur

Kriminaldirektor: Alexander Köller

Leichen: Izy Park, Maurice Beck, Bennet Geue-Heyn

CREW

Regie & Drehbuch: Maurice Beck

Produktion: Izy Park

Kamera & Schnitt: Bennet Geue-Heyn

Licht: Jan Peifer

Maske: Miriam Feulner

Beratung: Jan Werner

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